Wenn ich auch nicht bei Dir sein kann

Ja Emma, wenn ich so zurück denke an unseren Urlaub, bekomme ich Heimweh nach Dir und die schönen Stunden, wo so rasch wie ein Traum vorbei flogen, aber die Erinnerung bleibt, und wenn es Jahre dauert, so werde ich sie nie vergessen. Es ist ja fast zum Weinen, wenn wir an unsere Jugend denken. Was haben wir davon gehabt, so viel wie gar nichts. Aber einmal muss für uns auch Frühling werden, wo wir dann unser eigener Herr und Meister sind, und das erst recht bald, wenn der Krieg zu Ende ist.

Kurz nachdem der Bauer Georg Hopfer seine Emma kennengelernt hat wird er zum Militär eingezogen, ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt. Während er also in Russland kämpft, dabei erst gegen Moskau vorrückt und später dann über den Kuban-Brückenkopf flieht, versucht er seine Emma in zahlreichen Briefen von seinen Gefühlen zu überzeugen. Liebe in Zeiten des Krieges, ein fast unmögliches Ding, wie auch Geog feststellen muss.


Auszug aus dem Buch:

Osten, den 20.4.41.

Meine liebe Emma!

Habe Deinen lieben und offenherzigen Brief mit Freude erhalten, besten Dank dafür. So wie das Brieflein von Hilde. Du möchtest nun wissen wo ich über die Osterfeiertage war und getrieben habe; Am Karfreitag war ich den ganzen Tag zu Hause, meine Unterhaltung war das Radio, am Ostersonntag war ich auf Wache, die Feiertage gingen herum ohne daß ich fort kam, nicht einmal ins Kino. Wie ich Dir ja schon im letzten Brief geschrieben habe waren die anderen auf Fahrt und wir waren nur noch drei Gefreite hier als Wachhabende, und kamen somit alle drei Tage auf Wache. Ging nun einer davon noch als Melder nach Warschau, so kam man alle zwei Tage auf Wache. Am Donnerstag kamen sie nun wieder, aber am Freitag und Samstag ging es gleich wieder fort, ich war auch dabei. Zur Zeit gibt es viel Arbeit, was wir ja schon beinahe vorher wußten, einmal muß es losgehen. Da gibt es keinen Sonntag noch Feiertag mehr, ein Tag ist dem anderen gleich.

Nun aber zur anderen Seite Deines Briefes. Was Du da schreibst hat mich nicht gerade überrascht, denn ich hatte das Gefühl schon immer, einmal hast Du wieder Lust, das andere Mal ist es wieder das Gegenteil.

Emma, ich war immer zurückhaltend und habe Dir die Wahl gelassen, und im Herbst habe ich Dir doch geschrieben, wenn wir nochmals einander schreiben muß es anders werden. Das war Dir nun auch nicht recht, wenn ich Dir nicht mehr schreibe. Ich konnte es ja gut verstehen, daß die Antwort im Dezember für Dich viel Überwindung brauchte. Von dieser Stunde an glaubte ich, Du hättest es Dir jetzt richtig überlegt. Anscheinend hat Dich Deine Schwester nun durcheinander gebracht. Oh Emma, ich weiß nicht was ich dazu sagen soll. Du bist doch kein Kind mehr, und mußt doch nun selbst wissen was Du willst, was Dein Vater auch sagte. Emma, jeder Mensch muß ein Ziel vor Augen haben dem er nachstrebt, und wenn er immer nur auf andere horcht kommt er nicht weit, glaub es mir Emma. Pflück die Rosen, eh sie verblühen! Du möchtest nun gerne wissen was meine Eltern dazu sagen. Ja, Emma, was wollen die sagen, schon vor Jahren sagten sie zu mir das mußt Du selber wissen, und Dich kennen sie ja auch gut. Meine Mutter sagte mir eh ich wieder ging, sie habe mit Vater gesprochen und sie haben miteinander ausgemacht, daß sie mir bald nach dem Krieg den Hof mir übergeben. Mein Bruder muss auch bald Soldat sein und meine Schwester kommt dann auch aus der Schule, welche sie dann auch fort tun wollen. Dann ist nur noch mein Jakob da, mit dem kommt man schon aus. Weißt, mein Vater ist nun recht zusammen geschafft, und ich kann es auch verstehen wenn er noch eine schönere Zeit will und meine Mutter wird auch voll schnell alt, denn sie war vor vier Jahren schwer krank, seither kann sie nicht mehr der schweren Arbeit nachgehen wie vorher.

Emma, was ich nun Dir hier schrieb ist mir ernst, denn es ist alles wahr. Ich kann doch nicht dafür, daß meine Mutter in der kühlen Erde liegt, ja Emma, da gab es damals auch heiße und bittere Tränen. An Weihnachten 1936 abends nahm sie bei mir Abschied, sie wußte es schon, daß es das letzte Mal war in der Heimat. Ich bin kein Nesthegel, aber solche Minuten im Leben vergißt man nicht.

Emma, ich habe das Gefühl schon immer, daß die Liebe bei uns beiden gedrückt ist, sie ist kalt und nicht so wie sie eigentlich sein soll. Ich war im Urlaub noch sehr schüchtern als ich bei Dir war, ja nicht einmal gab ich Dir einen Kuß, das ist ja eine Schande, aber woher kommt das? Ich rate Dir nur Emma, sei nicht so schüchtern und laß das Glück nicht vorübergehen, so eine Gelegenheit kommt nicht alle Tage, und gerade jetzt wenn es unsere Eltern wissen ist es doch zweimal eine Schande. Ja, schreib mir ruhig was Dein Herz drückt, ich bin nicht beleidigt, und hoffe das Gleiche von Dir.

Wir wollen doch einander das Leben leichter und schöner machen. Die Liebe muß warm werden, ja eines muß für das andere sein Äußerstes geben, sonst ist und wird es nichts. Emma, für mich brauchst keine Angst haben, ich komme durchs Leben, nur keine Angst, es wird alles recht werden, frisch gewagt ist halb gewonnen. Nun faß Mut und es wird alles gut.

Mein Päckchen vom 10.4. wirst Du nun inzwischen auch erhalten haben, weißt, das wäre von mir ja nicht recht wenn ich Dir nichts geschickt hätte.

Wünsche Dir nun fernerhin alles Gute, von ganzem Herzen und hoffe, daß diesen Brief zu Herzen nimmst. Leider werden sie immer ernst, aber der nächste Brief muß mal lustig werden! Sei nun recht lieb von mir gegrüßt und geküßt von Deinem

Georg

Ich bitte Dich, schreibe mir doch öfters, und laß mich doch nicht immer so lang warten! Was man aus Liebe tut, geht noch einmal so gut!

Auf Wache am 27.4.41.

Meine liebe Emma!

Nun endlich kann ich Deinen Wunsch mit dem Bild erfüllen. Es hat ein wenig lang gedauert, aber weißt, bei uns kommt auch oft etwas in den Weg auf was man nicht gerechnet hat, beim Kommiss ist man eben nicht sein eigener Herr wie zu Hause. Bei Dir wird es ja auch so sein, nur so ja gerade doch nicht. Ich glaube aber, daß dennoch das Bildchen Dich freut!

Wie geht es Dir immer? Hoffentlich gut, was ich von mir auch schreiben kann. Letzte Woche wurden wir geimpft, da gab es mal wieder Holz vor’s Haus, wie bei einem 12-jährigen Mädel. Du hättest mich ja zehnmal noch in den Schatten gestellt, so arg war es nicht. Bei einem Mädel ist es schön, aber mir ist lieber wenn es anders ist, denn bei mir tut’s weh. Nur die Ruhe, es wird schon wieder anders werden. Immer mit Geduld und Spucke, und das hab ich ja, das wirst Du schon gemerkt haben.

Liebe Emma, meine Kameraden schicken Hosengummi ihren Liebsten, im Falle dieselben den alten erneuern müssen. Die Liebe war scheinbar schuld daran am lahmen Gummi! Und zu Haus bekommt man doch schlecht so etwas. Wie steht es nun bei Dir? Ist er auch lahm von mir, kann es ja nicht sein, ich kam noch nicht soweit. Aber trotzdem kann der Gummi mal lahm werden. Wenn ich nun mal Gelegenheit habe werde ich Dir einen besorgen.

Heute ist es Sonntag, und ein Wetter wie an der Kirchweih, ich weiß nicht, wird’s hier überhaupt nicht warm, oder was da los ist? Frühlingsgedanken kann man da noch nicht bekommen, egal, wenn man an so etwas kein Interesse hat dann bekommt man auch keine solchen Gedanken.

Bist nun schon in Stuttgart gewesen im Kino oder Theater? Ich kann Dir nur sagen, nutz die Gelegenheit aus. So ein Theater in Stuttgart ist was ganz anderes wie zu Hause, das mußt mal sehen. Ich weiß gewiß, es reut Dich nicht, mußt einfach den Entschluß fassen und nicht immer denken, soll ich oder soll ich nicht.  Immer muß ich denken warum war es letztes Jahr nicht so, aber was kann man machen, wenn’s Kind keinen Ar… hat, auf den Bauch kann man’s nicht schlagen. Nun muß ich aber Schluß machen, denn mein Dienst erlaubt nicht weiter. Hoffentlich nimmst mir nichts für übel, „Gaudi“ muß sein.

Sei nun recht lieb gegrüßt und gek…, von Deinem

Georg

Aus Liebe geht alles noch einmal so gut! Laß auch mal wieder etwas von Dir hören! Verzeih mir meine Schrift, es hat pressiert!

Osten, den 4. Mai 41.

Meine liebe Emma!

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, da bleibe wer Lust hat mit Sorgen zu Haus! Bei uns stimmt das aber noch nicht, hier ist das Wetter sehr schlecht, gestern hat es geschneit wie im Winter. Hoffentlich ist’s bei Euch besser, damit Ihr der Feldarbeit nachgehen könnt. Was war am 1. Mai bei Dir los? Hoffentlich bist nun in Stuttgart gewesen. Wir haben einen Ausflug von 130 km gemacht, wo aber nicht viel los war. So um 23.30 Uhr kamen wir wieder zurück, dann ging’s gleich wieder ab, aber dienstlich natürlich, egal, weißt ich bin auf Trab bei Tag und Nacht. Heute ist es nun auch wieder Sonntag, vielleicht denkt Dein Herz auch an mich! Hab nun gerade Zeit und möchte es nicht versäumen Dir mal wieder ein kleines Brieflein zu schreiben. Sitze im kalten Nachtlokal ganz allein, es stört mich kein Mensch und gerade deshalb möchte ich die Gelegenheit nicht versäumen. Wie geht es Dir? Hoffentlich bist immer gesund und munter was ich von mir auch schreiben kann. Ich habe etwas auf dem Herzen was ich endlich von Dir erfahren möchte und ich hoffe, daß Du auch nun die Entschlußkraft gegenüber mir hast. Was wir ja hier einander schreiben ist Geheimnis, das erfährt sonst niemand.

Liebe Emma, es freut Dich ja immer wenn Du von mir ein Brieflein bekommst. Bist Du aber wirklich in Deinem Herzen glücklich mit mir reden zu können? Mein Besuch machte Dir ebenfalls Freude, aber ich hatte das Gefühl innerlich glücklich warst nicht so recht. Es kann natürlich auch möglich sein, daß ich mich irre. Irren ist menschlich. Oder siehst in mir einen schlechten Kerl, der Dich nur für Narren halten will, mit dem Du das Leben nicht teilen willst?

Emma, ich kann Dir schon heute versichern wenn es mal soweit ist dann gehen wir miteinander durchs Leben, mag kommen was da wolle! Ich bin kein Wirtshausmann, und vor dem Krieg habe ich auch nicht geraucht, und werde es nach dem Krieg auch wieder aufstecken. Jetzt macht man’s oft aus Hunger oder Langeweile, und die Rauchwaren werden gefasst, kaufen tue ich keine.

Oder hast zu mir vielleicht kein Vertrauen, denn zu dem Menschen wo das fehlt kann man auch keine Liebe haben. Unser Fehler ist ja, daß wir noch sehr wenig unsere Gedanken persönlich austauschen konnten.

Daran liegt unsere Schuld nicht, das weißt Du ja so gut wie ich. Ehrlich gesagt bin ich jedes Mal froh und glücklich wenn ich Post von Dir erhalte, geht es Dir auch so? Sei nur ehrlich und offenherzig was Du dazu meinst, und was Dein Herz bewegt. Jeder Mensch muß einen Kameraden haben dem er sein Herz anvertraut. So kann es nicht weitergehen, Emma, wir müssen uns näher kommen! Ich bitte Dich nun, gib mir auf diesen Brief bald Antwort und laß mich nicht immer so lange warten. Unser Führer hat erst vor einer Stunde gesagt, man kann nicht immer um Freundschaft bitten! Ich hab Dir nun Zeit genug gelassen und möchte nun endlich wissen, was Du dazu meinst. Schreibe mir es ruhig.

In der Hoffnung, daß Du meinen Wunsch bald erfüllst grüßt und k… Dich Dein

Georg

Sonntag, den 7. Mai 1941.

Meine liebe Emma!

Heute am Sonntag sollst Du auch ein Brieflein von mir haben. Wenn’s auch nicht viel ist, aber es bringt Dir bestimmt große Freude, überhaupt in dieser jetzigen Zeit! Ja Liebste, vor einem Jahr fuhr ich bald in Urlaub, und nun bin ich hier und weiß nicht wann der langersehnte Tag kommt. Mit der Post ist es auch noch immer nichts, die Hauptsache ist ja, wenn Du von mir Post erhältst, was ich hoffe! Ich hoffe natürlich auch, daß Du immer gesund und munter bist, sowie die Deinen! Ich bin auch immer gesund und munter, was ja der größte Reichtum ist! Sonst ist alles beim Alten, der Iwan kommt fleißig auf Besuch. Vor vier Tagen schoßen unsere Jäger dreißig ab. Tags darauf griffen elf ein deutsches Geleit an. Ein feindlicher kam noch davon. Heute sind es bis jetzt ca. dreißig Abschüsse, aber weißt, so genau kann ich’s nicht zählen. Ein Jäger wackelte dreimal über den Platz, also drei Abschüsse mit einem Einsatz. Daraus kannst Du also sehen, daß bei uns hier immer etwas los ist, aber man muß eben bei so Angriffen Dusel haben! Das Wetter ist etwas besser geworden, aber von See kommt immer noch ein kalter Wind. Sei nun recht herzlich und viele tausend Mal gegrüßt und geküßt aus alter Frische und Treue, von Deinem

Georg

Osten, den 12.5.41.

Meine liebe Emma!

Habe Deinen offenherzigen Brief mit großer Freude erhalten, wofür ich Dir herzlich danke. Ja Emma, Du hast nun das Richtige getroffen, wie es nur sein kann. Den Brief vom 27. hast Du mir nun schon am selben Tag beantwortet, also haben wir gleiche Gedanken gehabt. Du schreibst mir in dem Brief, Du könntest es mir nicht so schreiben wie Du es gerne möchtest, und was Dein Herz alles bewegt. Oh Emma, das kannst Du gut, es gehört nur Mut dazu, und dann drauf los wie man’s gerade im Kopf hat, ich mach es nämlich auch so. In Deinem letzten Brief hast Du es prima gemacht. Nur nicht zagend, immer ran an den Feind, heißt es bei uns. Das Päckchen hat aber lange gebraucht bis es bei Dir ankam. Aber Emma, das wäre doch nicht nötig, daß Du mir ein Päckchen schickst, aber ich verstehe Dich gut, aus Liebe geht alles, und es geschah auch aus Liebe. Meine liebe Emma, unsere Herzen haben nun zusammen gefunden. Es war ein langer Weg, ja wir mußten das Glück erkämpfen, daß ist oft viel besser als so eine Liebschaft mit dem ersten Blick, wie man so sagt. Oder wie viele haben ein Mädel zum Mensch, und sonst zu nichts. Viel Glück haben solche noch nicht gehabt. Lieber in der Jugend zurückhalten, dann kann man seiner Liebe später mit reinem Herzen in die Augen schauen, und das können wir, darüber kannst Du Dich verlassen. Seit Du mir nun die Treue versprochen hast bin ich so glücklich, ja so glücklich war ich in meinem ganzen Leben noch nicht. An das Lied muß ich oft denken, wo es heißt: Mir ist’s wohl bei höchstem Schmerz, denn ich weiß ein treues Herz. Was gibt es denn Schöneres auf der Welt als einander treu bleiben, überhaupt wenn man so weit voneinander ist.

Ja Emma, ich denke noch oft am Abend so daran, wie schön wäre es, wenn man jetzt miteinander spazieren gehen könnte, wenn ich nur noch in Sielmingen wäre, wie voriges Jahr. Da wäre es günstig, aber wir können leider nichts daran machen, es muß auch so recht sein. Einmal geht auch dieser Krieg aus, nur wann, das wissen wir nicht. Immer mit Geduld und Spucke!

Wo ist nun Dein Bruder Otto? Immer noch in Ulm? Meinst nicht, ich soll ihm auch mal schreiben? Dann müßte ich aber seine Adresse von Dir bekommen. Was schreiben Deine Eltern über unsere Liebschaft? Ich lege Dir noch ein Bildchen von mir bei, dann kannst Du es ihnen ja schicken. Dein großes Bild werde ich auch in nächster Zeit meinen Eltern schicken, im Urlaub haben sie es schon gesehen, mit dem Wunsch, daß sie Dein Bildchen und meines nebeneinander in mein Zimmer hängen.

Sei nun recht lieb gegrüßt und geküßt von Deinem

Georg

Pfingsttagmorgen, den 1.6.41.

Meine liebe Emma!

Das Wetter ist heute mehr als wie schön, da könnten wir mal so richtig miteinander an ein trautes unbelauschtes Plätzchen spazieren gehen. Wie schön wäre das, Emma! Nun bist Du allein, und ich auch, aber daran können wir nichts machen, in Gedanken bin ich alle Tage bei Dir, nicht nur heute am Sonntag. In dieser Zeit gingen vor dem Kriege viele viele miteinander spazieren, und nun hat der Krieg auch viele getrennt, aber nur die Ruhe, einmal kommt auch wieder der Tag wo wir nach Hause können, dann haben diejenigen wo immer zu Hause waren und haben meistens noch ein großes Maul gehabt, vor meinen Augen keinen Wert mehr, welche es in Sontheim noch gibt.

Meine liebe Emma, ich weiß ja, daß Du immer viel Arbeit hast von früh bis spät, und nicht so viel Zeit zum Schreiben wie ich, aber vielleicht erreicht mich auch bald ein liebes Brieflein von Dir wieder. Zur Zeit kommt die Post sehr unregelmäßig, schon zwei Tage überhaupt nichts, und dann kann auf einmal ein ganzer Haufen kommen. Ist es bei Dir auch so?

Dein Täschchen habe ich immer noch nicht weggeschickt, da will ich schon warten bis es wieder besser ist, denn wenn es Dich nicht erreichen würde wäre sehr schade, weißt so etwas bekommt man in Deutschland nicht mehr, es ist echt Leder. Mußt eben noch ein bißchen Geduld haben. Dein Bild habe ich wie gesagt nach Hause geschickt. Ich erhielt letzte Woche schon Antwort, wo sie schrieben, es habe sie sehr gefreut, sie können es nicht genug ansehen und sie wollen sobald wie möglich meinen Wunsch erfüllen. Emma, das kam vielleicht ein bißchen überraschend für Dich, sei nur nicht so zagend, wir sind ja keine Kinder mehr. Wenn man in dieses Alter kommt will man nicht mehr allein sein.

Möchte nun schließen mit der Hoffnung, daß Du die Feiertage glücklich verbringen mögest. Sei nun recht lieb gegrüßt und geküßt von Deinem

Georg


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